Archive for August, 2006
[Taman Negara] Ankunft, Night Walk, Canopy Walk, Teresek Bukit
27. August 2006 15:43 - Michael25.08.2006 - 10.Tag:
Der gestrige Tag bestand eigentlich nur darin, dass wir von den Cameron Highlands mit einem privaten Bus-Shuttle Service nach Taman Negara fuer 19 EUR pro Person gefahren sind. Um 10:15 wurden wir von unserer Unterkunft mit einem kleinen Minibus abgeholt. Der Bus war fast bis zum letzten Sitzplatz ausgebucht und hatte leider keine Air-Condition. Nach einer zweieinhalbstuendigen Fahrt wurde eine Mittagspause in einem Hotel in Gua Musang gemacht.
Das Restaurant duerfte nur von diesem Shuttleservice leben und demenstrechend schlecht waren auch die Speisen. Ich habe wieder einmal das falsche bestellt - da ich “Chinese Fried Rice” bestellt habe und folgendes bekommen habe: Reis mit Meeresfruechten und ein Huehnerkeule. Das Menue habe ich sofort wieder zurueck geschickt und gegen Reis mit Gemuese austauschen lassen. Hat sogar einwandfrei funktioniert, mit der Ausrede, dass ich gegen Meeresfruechte allergisch bin
Die Sabine hat gebratene Nudeln mit diesen Tiefkost-Meeresfruechten gegessen.
Nach der einstuendigen Mittagspause wurde der Bus gewechselt. Diesmal war es ein mittlerer Bus mit Air-Condition und es sind noch einige Personen, die aus den Perhentians gekommen sind, zugestiegen. In Jerentut wurde eine kurze Pause eingelegt und alle im Bus mussten ein vorlaeufiges Nationalpark-Ticket loesen. Pro Person sind 1RM (22 $cent) und 5RM (1,1 EUR) fuer eine Kamera zu bezahlen. Laut einem Schild im Nationalpark kann man bis zu 10.000RM zahlen oder drei Jahren Haft bekommen, wenn man kein Ticket fuer den Nationalpark hat. Aber gegen Verschmutzung gibt es anscheinend keine Strafe? Echt komisch.
Die Strasse nach Taman Negara hat Schlagloecher so gross wie Doppelbetten und der Bus ist Slalom gefahren. Es ist uns auch zweimal passiert, dass Kuehe die Strasse blockiert haben. Nach ueber acht Stunden sind wir dann endlich in Taman Negara angekommen.
Als Unterkunft haben wir das Durian Guesthouse reserviert. Diese Unterkunft haben wir vom Lonely Planet und die Info zu diesem Quartier war eine Frechheit! Das Quartier lag doch weiter ausserhalb als im Lonely Planet beschrieben und die Huetten waren wirklich sehr sehr schlicht. Die Gefaegnisse in oesterreich weisen mehr Luxus auf, gegenueber dieser Absteige! Das Badezimmer bestand aus einem asiatischem WC und ein Waschbecken gab es auch nicht - nur einen Wasserhahn. Das Zimmer war sehr klein und es war unertraeglich heiss! Das Bett war steinhart und wir hatten Kakerlaken und eine 5cm Spinne. In der Nacht hat es dann auch noch geregnet und das Dach bestand aus Wellblech - war also schoen laut! Ausserdem waren die Waende so duenn, dass man die Nachbarn durchgehoert hat. Also dieses Quartier war eine Frechheit - mich wundert es, das sowas im Lonely Planet ist! Am naechsten Tag haben wir gleich ausgecheckt und sind in das Teresek View Motel gegangen. Das hat wirklich schoene Zimmer, Air-COndition und ein normales Badezimmer (wieder keine eigene Duschwanne). Kostet jedoch doppelt so viel, liegt aber im “Zentrum” von Kuala Tahan - dem Ort am Eingang zum Nationalpark.
Am Vorabend haben wir noch einen NKS Night Walk fuer 4,5 EUR pro Person gemacht. Dafuer muess jeder seine eigene Taschenlampe mitbringen und wer keine hat, hat Pech gehabt - der sieht halt dann nichts! Dieser Night Walk war ebenfalls der volle scheiss. Denn wir waren eine Gruppe von 15 Personen und unmittelbar vor uns ist nochmals eine Gruppe in dieser Groesse gegangen. Somit ist die Chance ein interessantes Lebewesen zu sehen, sehr geschrumpft. Unser Guide war anscheinend auch nicht sehr motiviert und so haben wir gerade einmal zwei Spinne, einen Tausendfuessler und zwei Scheren eines Skorpions gesehen. Klasse ausbeute, da waren die Safaris in Sued Afrika um einiges besser! Das einzig Spannende war der scheiss Blutegel, der mir das Blut aus meinem Bein gesaugt hat! Das habe ich noch gebraucht. Gott sei Dank duerfte das in dieser Gegend oefters vorkommen und der Guide von der anderen Gruppe war mit Salz ausgeruestet. Ein paar Salzkoerner auf das Sauginstrument des Blutegels geben und schon gibt das Tier WO. Somit haben wir wenigstens etwas gelernt: mit Salz bekaempft man Blutegel, genauso wie Schnecken
26.08.2006 - 11.Tag:
Nachdem wir das Quartier gewechselt hatten, ging es endlich in den Regelwald. Um in den Naturpark zu gelangen, muss man mit einem Transferboot den Fluss ueberqueren (ca. 20 Meter). Kostet ebenfalls 1RM pro Person und Fahrt. Unser erstes Ziel war der Canopy Walk, welcher ungefaehr 1 km vom Austiegspunkt entfernt liegt. Ein Teilstueck dieses Weges war uns schon vom Night Walk bekannt. Waehrend unserer Wanderung zum Canopy Walk haben wir mehr Tiere gesehen, als beim Bezahlten Night Walk. Unteranderem eine Affenfamilien, einen Varan und zwei Wildschweine. Fuer den Canopy Walk mussten wir 1,1 EUR pro Person bezahlen und das fanden wir voll okay. Diese Attraktion hat sich wirklich sehr gelohnt, da man in 40 Meter hoehe von einem Baum zum anderen mittels Haengebruecken gehen muss. Die Sabine hatte bei einigen Bruecken doch etwas Hoehenangst.
Weiter ging es dann zum Bukit Teresek oder auch Teresek Hill genannt. Der Weg war sehr steil und wir mussten ueber eine Vielzahl von Wurzeln und umgefallenen Baeume klettern. War sehr anstrengend. Nachdem wir den unspektakulaeren Aussichtspunkt erreicht haben, wollten wir den Rundgang machen - da wir nicht diesen Weg nochmals hinunter wollten. Das war jedoch ein grosser Fehler, denn die Karte war nicht im richtigen Massstab und so war der Rueckweg doch um EINIGES laenger als wir geglaubt haben. Der Rueckweg war min. 3 km und wir haben dafuer 2 Stunden gebraucht (wieder ging es ueber Baeume, Wurzeln, Rauf und Runter) und natuerlich hatten wir auch zu wenig zu trinken mit! Ich war KO, hatte Durst und die Fuesse haben mir vom vielen Klettern auch schon weh getan. War also auch eine Tortur und das fuer einen Ausblick, der sich ueberhaupt nicht gelohnt hat.
Am Headquarter angekommen haben wir uns gleich etwas zu trinken und ein Eis gekauft und waren danach nur noch FAUL. In einem der Floating Restaurants am anderen Ufer haben wir dann etwas gegessen und mit einigen Backpackers geplaudert. Einige kannten wir vom Night Walk und von der Bus Tour nach Taman Negara. Ausserdem haben wir wirklich viele Deutsche und sogar zwei oesterreicher getroffen. Grossteils der Backpacker fahren dann auch zu den Perhentian Islands. Also werden wir sie vielleicht wieder sehen.
Wir koennen den Taman Negara Regenwald nicht weiter empfehlen und wir sind froh, dass wir morgen weiter fahren. Ausserdem ist dieses Dorf sehr verschmutzt und das neben einem Naturpark. Uns wundert es sehr, dass die Einwohner solche Drecksschweine sind!
[Taman Negara] Boat Trip
27.08.2006 - 12.Tag:
Wieder einmal sind wir erst um 10:00 aufgestanden, da wir um 12:00 das Zimmer verlassen mussten. Somit konnten wir uns endlich ausschlafen - das haben wir auch nach der letzten Nacht gebraucht. Nachdem wir unsere Sachen gepackt haben, sind wir zum LKS Restaurant gegangen und haben Hamburger mit Pommes gegessen. War gar nicht mal so schlecht und endlich auch eine Abwechslung zur asiatischen Kueche. Das Restaurant koennen wir weiter empfehlen, denn wir haben dort einige Male gespeist und das Gericht war auch immer lecker. Jedoch war das Service nicht immer das schnellste.
Um 14:00 ging es dann mit dem Boot nach Kuala Tembeling. Die Fahrt war wirklich sehr nett und schoen und wir waren froh, dass wir diese nicht ausgelassen haben. Auch wenn wir jetzt bis 0:50 auf den Zug nach Wakaf Bharu warten muessen. Ist auch kein Problem, da wir einen netten Backpacker namens Chun aus den Niederlanden getroffen haben. Wir kennen ihn schon seit der Bus Fahrt von den Cameron Highlands. Gemeinsam haben wir die kleine Stadt erkundet und sind dann gemeinsam Abendessen gegangen. Zusaetzlich hat sich ein Schweizer namens Daniel zu uns gesellt. War wirklich sehr nett. Jetzt sitzen wir gerade im einzigen Internet Cafe in Jerantut und der Besitzer kann kein Englisch. Gott sei Dank kann Chun ein paar Woerter Chinesisch
Morgen geht es an den Strand und wir lernen tauchen - yeah
Schoene Gruesse an alle und bis bald
Michael & Sabine
Categories: Weltreise, Malaysia, Taman Negara
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[Cameron Highlands] Robinson Waterfall
24. August 2006 11:55 - Michael24.08.2006 - 9.Tag:
Gestern Abend waren wir das erste Mal indisch Abendessen (fuer mich ueberhaupt das erste Mal in meinem Leben) und vor dem Restaurant Kumar haben wir das indische Ehepaar von der Adventure Tour wieder getroffen. Wir haben einige kulinarische Erklaerungen zu den einzelnen Speisen und Namen bekommen, die uns noch nicht viel gesagt haben. Daraufhin haben wir uns Roti mit Zwiebel, Naan mit Knoblauch und Huhn mit Gemuese und Reis bestellt. Erstaunlicherweise hat uns das Gericht sehr gut geschmeckt. Das Huhn ist diesmal nicht in einer schwarzen Sauce geschwommen, so wie das bei den chinesischen Gerichten der Fall ist. Das Restaurant kann man also weiter empfehlen. Auf einen der Nachbartische waren drei lustige Chinesen, die schon etwas zuviel Gin getrunken haben und sehr viel gelacht und geplaudert haben. Nach unserem Essen hat sich dann eine Familie am Nachbartisch gesetzt und wir sind ins Gespraech mit dem Ehemann gekommen. Das war die erste Multi-Kulti Familie, die wir auf unserer Reise gesehen haben. Der Ehemann namens Cash kam aus Indien und die Frau namens Ong Siew Lang aus China und zusammen haben sie einen Sohn namens Kabir und wohnen in Malaysien.
Wir haben uns ueber 1 1/2 Std mit dem Ehemann namens Cash ueber Gott und die Welt unterhalten. Dabei haben wir auch einige Informationen ueber Indien und Malaysien erhalten. War ein sehr interessantes Gespraech. Er wusste sogar recht viel ueber oesterreich und oetzi (war vor kurzem im malayischen TV). Wir sind solange sitzen geblieben, bis das Restaurant geschlossen wurde und Cash hat uns dann sogar auf unser komplettes Abendessen eingeladen. Das war uns zuerst etwas unangenehm, aber er wollte es unbedingt machen und wir konnten ihm nicht davon abhalten. Scheinbar fand er uns sehr symphatisch
War wirklich ein sehr netter Abend - besser gesagt indischer Tag - denn unser Tour Guide war ja auch noch Inder.
Heute waren wir mal so richtig faul und sind erst um 12:30 aufgestanden. Das Wetter war auch nicht sehr besonders und so haben wir nur einen kleinen Ausflug zu dem Robinson Waterfall gemacht.
Dieser Wasserfall liegt ungefaehr 30 Minuten vom Stadtzentrum entefrnt und lohnt sich ueberhaupt nicht. Der Trail zum Wasserfall ist mit Muell verschmutzt und neben dem Wanderpfad verlaeuft eine Wasserpipeline fuer das Wasserkraftwerk. Also diese Attraktion ist wirklich nicht zu empfehlen, da der Wasserfall auch nur sehr klein und nichts besonderes ist.
Nachdem wir noch nichts zu Mittag gegessen haben, wollte die Sabine wieder zu dem indischen Lokal gehen, um ein Thosia (Art Palatschinke aus Reismehl) mit Zwiebeln essen. Als wir uns setzten wollten, haben wir wieder die einheimische Familie von gestern getroffen, die uns auf ihren Tisch eingeladen haben. Damit wir wieder neue Speisen kennen lernen, hat Cash uns von seinen Portionen und Sossen kosten lassen. Wir haben eine Art Fajitas mit Gemüse, ein spezielles rotes Chicken und eine scharfe Suppe gekostet. Danach haben wir uns ein Thosia mit Zwiebel und Malaka Thosia (gefüllt mit Kartoffeln und Gemüse) bestellt. Beide Gerichte waren sehr gut, nur haben ich beim Gemuesethosia eine Chillischotte gegessen und ich bin total rot angelaufen. Das fand die Familie sehr lustig und mir war dann sehr heiss
Wie es sich fuer indisches Essen gehoert haben wir natuerlich auch mit den Haenden gegessen.
Wieder einmal hat uns Cash auf das Mittagessen eingeladen. Dafuer meinte er, dass wir die Familie auf die Nachspeise einladen sollen und wir sind gemeinsam zu einem Marktstand gegangen. Er wollte unbedingt, dass wir die Durian Frucht kosten. Diese Frucht ist von der Saison abhaengig und wird von den Einheimischen sehr gern gegessen, speziell der Shohn (Kabir) liebt sie heiss. Nachdem die Schale vom Verkaeufer geoeffnet wurde, kamen fuenf grosse und gelbe Samen zum vorschein. Diese sind sehr glitschig und weich und haben uns nicht wirklich geschmeckt. War ein sehr ungewohnter Geschmack. Cash hat uns noch zwei weitere Fruechte kosten lassen. Speziell die Dokong Frucht, die man abschaelen muss, hat uns sehr gut geschmeckt. Als Abschiedsgeschenk haben wir sogar noch ein Sackerl mit einigen Dokong Fruechten bekommen.
Nochmals vielen Dank an Cash, Lang und Kabir fuer die nette Gastfreundschaft und die vielen Speisen!
Morgen geht es zum Taman Negara Nationalpark. Dieser Dschungel / Regenwald ist ueber 130 millionen Jahre alt und auch der aelteste und groesste Nationalpark in Malaysien. Wir freuen uns schon darauf, jedoch wird die Fahrt um die 8 Stunden benötigen.
Categories: Weltreise, Malaysia, Cameron Highlands
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[Cameron Highlands] Adventure Tour
23. August 2006 12:29 - Michael23.08.2006 - 8.Tag:
Um 09:15 wurden wir von unserem Tour Guide mit einem Land Rover Defender abgeholt und sind ungefähr eine Stunde Richtung Blue Valley gefahren. Unsere Gruppe bestand gerade einmal aus einem etwas älterem Ehepaar aus Indien und uns beiden. Also klein und gemütlich.
Unsere erste Station war der Jungle Walk
mit zwei weiteren Einheimischen, die uns durch den Jungle geführt haben. Die Wanderung hat ungefähr 2 Stunden gedauert mit einer Pause an einem kleinen Wasserfall. Die zwei Inder waren nicht gerade passend für diesen Jungle Walk ausgestattet und haben uns ein wenig aufgehalten. Der Höhepunkt dieser Wanderung durch den Regenwald waren die berühmten Rafflesia.
Wir haben noch NIE so große Blumen gesehen. Laut Info von einen der Einheimischen ist diese Blume gerade einmal zwei Tage alt. Dieser Jungle Walk hat uns beiden sehr gefallen - aber unsere Füße und Kleidung war danach ganz schön dreckig von der schlammigen Erde und den nassen Gräsern. Sehr schön fanden wir auch die riesigen Bambuse, die innerhalb eines Tages um 35cm wachsen können.
Danach ging es zu einem Dorf in dem Einheimische wohnten / hausten und uns wurde gezeigt, wie damals mit einem Blasrohr aus Bambus gejagt wurde. Für die Herstellung dieses Jagdinstrument benötigt man ungefähr ein Monat, da der Bambus ausgehölt werden muss. Wir durften unser Jagdgeschick auch ausprobieren und die Sabine hat gleich beim ersten Mal das Ziel getroffen.
Nach einer 30 minütigen Mittagspause haben wir uns auf den Weg zu einer der größten Tee-Plantagen in Malaysien vom Hersteller BOH gemacht. Wir konnten an einer kleinen Rundführung in der Fabrik teilnehmen, in dem uns der Herstellungsprozess von den Blättern zum Tee gezeigt wurde. Sehr interessant fanden wir, dass die Teepflanzen keine Stäucher sind, sondern Bäume - das haben wir noch nicht gewusst. Die Teebäume auf den Plantagen sind um die 70 Jahre alt und werden alle 3 Jahre gestutzt. Die Blätter können alle 20 Tage geerntet werden - also ein gutes Geschäft
Das Visitor Center ist sehr schön und modern erbaut und bietet ein Teehaus mit traumhaftem Blick. Leider war das Wetter zu dieser Zeit nicht besonders und es hat leicht geregnet.
Der letzte Stop unserer Tour war ein Besuch bei einem Erdbeerproduzenten. Wie man auf den Bildern erkennen kann, sind die Erdbeeren auf Terrassen aus Holz angebaut und nicht wie bei uns am Boden. Praktisch zum Pflücken und die Erdbeeren faulen nicht so leicht.
Aja, der Inder hat fast den ganzen Tag und alle Attraktionen gefilmt. Die Familie zu Hause muss sich dann tagelang die Urlaubsvideos anschauen. Na danke
Categories: Weltreise, Malaysia, Cameron Highlands
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