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Archive for September, 2006

[Saigon] Flug gecancelt

30. September 2006 03:04 - Michael

30.09.2006 - 46.Tag
Um 08:00 wurden wir von unserem Hotel benachrichtigt, dass alle Fluege nach Da Nang wegen dem Taifun gecancelt wurden. Klasse! Dieser Taifun ging auch schon ueber den Philippinen und hat schon einige Menschenleben gefordert!

Zu aller Freude ist auch noch in unserem Stadtteil der komplette Strom ausgefallen, ausser in dem einem Internet Cafe in dem ich gerade sitzte :) Als ersters haben wir einmal unsere Vietnam Airlines Agency kontaktiert. Vor-Ort haben wir erfahren, dass auch fuer morgen alle Fluege gestrichen sind und so haben wir jetzt einen Flug direkt nach Hanoi fuer heute Abend gebucht. Leider waren alle frueheren Fluege schon ausgebucht - wir waren zu spaet. Ist auch gar nicht leicht ein Ticket zu bekommen, wenn es keinen Strom gibt - es musste alles telefonisch organisiert werden und das Ticket wird per Moped vom Headoffice geliefert :) Auf das warten wir gerade.

Leider koennen wir jetzt Central Vietnam nicht anschauen und werden daher den Norden Vietnams besichtigen.

Wir hoeren uns in Hanoi - hoffentlich
Schoene Gruesse Michael & Sabine

[Saigon] Cu Chi Tunnels

29. September 2006 14:50 - Michael

28.09 bis 29.09.2006 - 44.Tag bis 45.Tag:
Die letzten Tagen waren ganz schoen anstrengend mit dem frühen Aufstehen und so haben wir uns einmal ordentlich ausgeschlafen. Wir sind erst um 10:00 oder so aufgestanden. Das Wetter war wieder einmal nicht schoen und es hat am Vormittag ordentlich geregnet und so haben wir den Vormittag im Zimmer mit unserem Cable-TV genossen. Seit Thailand regnet es fast jeden Tag, aber in Vietnam ist es bis jetzt am schlimmsten!

Zu Mittag waren wir wieder einmal bei unserem neuen Lieblingsitaliener “Pepperonis”. Diese Pizzeria hat super Combi-Angebote, wie zum Beispiel: Lunch-Buffet oder Pizza-Buffet am Abend oder auch diverse Gutscheine für eine large Pizza und zusaetzlich gibt es gratis Spaghetti und einen grossen Salat oder Spaghetti mit Salat und Knoblauchbrot fuer 35.000 VND (USD 2). Also ein echter Traum für uns. Deshalb sind wir nur noch zu diesem Italiener essen gegangen :)

Nachdem wir mit dem Mittagessen gestaerkt waren ging es auf eine Sightseeing Tour durch Saigon / Ho Chi Minh City. Wir haben auch gleich drei Flüge bei der Vietnam Airlines gebucht. Wir fliegen jetzt Saigon nach Danang (Central Vietnam) und dann noch von Hue nach Hanoi und dann geht es mit einem Direktflug nach Peking. Die drei Flüge haben uns zusammen USD 400 gekostet.

Die Vietnamesen sind sowas von aufmerksam, wenn man nur kurz den Lonely Planet rausholt und was nachschauen will, dann kommt mindestens einer und will dir helfen und natürlich auch gleich einen fahrbaren Untersatz (Moped oder Cyclo) anbieten :) Naja eigentlich wird man staendig gefragt ob man nicht ein Moped mieten will oder mit einem Cyclo eine Stadttour machen will. Auch die Restaurants versuchen einem in das Lokal zu locken.

In dieser Stadt wuerde ich auf keinen Fall ein Moped mieten, denn soviele Mopeds die kreuz und quer und auch auf dem Gehsteig fahren, haben wir noch NIE gesehen. Auch auf dem Zebrastreifen haben die Fussgaenger Nachrang! Also muss man sehr aufpassen, wenn man die Strasse ueberquert.

Wir wollten uns eigentlich den Reunification Palace anschauen. Jedoch war an diesem Tag irgendeine Veranstaltung und so waren einige Bereiche gesperrt. Ausserdem war das Gebaeude nicht sehr schoen, da es 1966 wieder neu aufgebaut wurde, nachdem das eigene Militaer einen Luftangriff auf den damaligen Praesidenten verübt hatten (der Praesident war damals nicht sehr beliebt). Ein Jahr spaeter 1963 wurde der Praesident dann erfolgreich von den eigenen Truppen ermordet. Somit haben wir diese Attraktion ausgelassen und sind zu der sehr schoenen alten Post von Saigon gegangen und haben endlich unsere PADI Lizenzen nach Australien geschickt.

Waehrend unserer Sightseeing Tour sind wir natürlich wieder bei einigen Shoppingcenters vorbeigekommen und sehr interessant fanden wir, dass man in Lebensmittellaeden keine Taschen oder Rucksaecke mit in den Laden nehmen darf. Mann muss diese abgeben oder in Locker versperren.

Am Abend waren wir wieder mal … ratet wo Abendessen … natürlich bei unserer Pizzeria. Mhm lecker! Ich habe auch einen neuen Softdrink namens Orangina probiert. Dieses Getraenk schmeckt wie Frucade. War wirklich einmal eine Abwechslung zum Cola und der erste Softdrink der nicht zu süss schmeckt!

Für den naechsten Tag haben wir noch eine Halbtagestour zu dem berühmten und von den Amis sehr gehassten Cu Chi Tunnels gebucht. Natürlich haben wir nicht bei der Happy Tours Organisation gebucht sondern bei der sehr guten und auch von Lonely Planet empfohlenen TNK Travel. Die Tour hat uns USD 4 p.P. gekostet und beinhaltete nicht das Eintrittsticket. Um 08:00 ging es mit dem Bus Richtung Cu Chi, das 60km von Saigon entfernt liegt. Am Weg dorthin sind wir noch bei einer Kunsthandwerkproduktion stehen geblieben - zuerst waren wir nicht sehr erfreut von diesem Stopp, aber im Endeffekt war es sehr interessant die Perlmut-Bilder entstehen zu sehen. Nach dem kurzen Stopp ging es dann weiter. Unser Tourguide hat uns waehrend der Fahrt einiges über das Tunnelsystem erzaehlt und wir waren echt froh, dass wir bei TNK Travel gebucht hatten. Wir wussten nicht, dass das Tunnelsystem schon im Krieg gegen die Franzosen in den 40er Jahren gebaut wurde und noch viel enger war (80cm hoch und 60cm breit). Das zweite Tunnelsystem (120cm hoch und 80cm breit) erstreckte sich dann in Cu Chi um die 250km und ging von der Grenze Cambodia nach Saigon unter den Füssen der amerikanischen Stützpunkte. Das System bestand aus drei Ebenen (3m - 6m - 9m tiefe). In der ersten Ebene befanden sich die Quartiere, Küchen, Munitionslager und auch Krankenstationen. Die zwei weiteren Ebenen dienten zur Verbindung des Netzwerkes. Am Ende der Führung konnten wir durch ein 90m langes Stück des Tunnelsystems kriechen. Das war natürlich ein System aus dem Vietnamkrieg (120×80). Trotzdem war das ganz schoen anstrengend und einige haben früher aufgegeben und sind einen der Not-Exits aufgestiegen. Es ist kaum vorstellbar, dass der Vietkong einige Kilometer in den Gaengen zurück legen konnten. Mir haben nach den 90m schon die Knie vom gehen in der Hocke wehgetan.

Wir konnten ausserdem mit einigen Waffen schiessen. Wir haben uns ein paar Kugeln für die AK47 geleistet (1 Kugel kostet USD 1,60) und haben mit der russischen Waffe geschossen. Für uns beide war das eine einmalige Gelegenheit und diese sollte wirklich jeder nutzen - wir fanden das sehr aufregend - war aber sehr sehr laut!

Zu Mittag waren wir wieder einmal Spaghetti essen :) und den Nachmittag haben wir am Zimmer genossen, nachdem wir sowas von KO waren und es auch geregnet hat. Wir haben uns den neu gekauften USD 1-Film United 93 angeschaut. Sehr interessanter Film über den 11.September 2001 über das Flugzeug das nicht das Ziel erreicht hatte.

Heute Abend haben wir auch endlich mal eine groessere Summe US Dollar in Vietnamesische Dong gewechselt (und das in einem Juwelierladen), den bis jetzt haben wir fast alles in Dollar bezahlt und haben dann Dong zurueckbekommen. Meistens ist die Rate auch gleich wie in den Wechselstuben und es gibt niemanden der keine Dollar nimmt. Auf jeden Fall sind wir heute durch das Wechseln von USD 100 zu Dong-Millionaeren geworden ;-)

[Mekong Delta] Tour

27. September 2006 17:03 - Sabine

26.09 bis 27.09.2006 - 42.Tag bis 43.Tag:
Wir haben eine Mekong Delta River Tour mit der Travelerorganisation Mekong Tours ueber unser OKAY Guesthouse gebucht. Die Tour fuer USD 24 pro Person beinhaltet eine Bootsfahrt am Mekong mit Grenzuebertritt, einer uebernaechtigung in der ersten Stadt in Vietnam und eine Busfahrt nach Ho Chi Minh City (bzw. Saigon wie die Suedvietnamesen sagen). Um 07:15 wurden wir von einem Minibus abgeholt und sind 10 Minuten zum naechsten Minibus gebracht worden.

Dort angekommen wurden wir in den anderen total ueberfuellten Minibus verfrachtet, aber zumindest hatte bis dahin jede Person einen eigenen Sitzplatz. Also dann noch 2 Personen dazukamen, hat der Fahrer nochmals das ganze Gepaeck umgeschlichtet und zusaetzliche Plaetze geschaffen. Nur war halt jetzt das Gepaeck am Beifahrersitz gestapelt und zwar so hoch das wir fast die ganze Fahrt, statt aus dem Fenster zu schauen auf das Gepaeck geschaut haben damit uns nicht unserer schwerer Koffer auf die Beine rutscht. Das war schon mal kein guter Start. Nach eine fast 2-stuendigen Busfahrt sind wir dann endlich am Zielort angekommen und wurden in eine Lagerhalle am Fluss gebracht (komisch dachten wir uns!). Das Boot war schon sehr alt und rostig und hat keinen guten Eindruck gemacht. Naja die 2-stuendige Fahrt zur Grenze am breiten Mekong war aber trotzdem recht nett und wir konnten sogar einen Teil der Strecke am Bug sitzen. Der Grenzuebertritt war wieder ziemlich muehsam, erst wurden wir zum Cambodia Check-out gebracht und nach einer weiteren kurzen Fahrt ging es wieder an Land zur Immigration in Vietnam, diesmal aber mit unserem gesamten Gepaeck (uff!), weil wir danach das Boot wechslen mussten. Wir mussten 0,10 EUR bezahlen und danach hat unser neuer Tourguide unsere Paesse eingesammelt um das Visa stempeln zu lassen. Immerhin koennten wir uns in der Zwischenzeit hinsetzen und etwas zu Essen und Trinken bestellen.

Das neue Boot war noch kleiner, aber OK. Unser Tourguide war echt super, sie hat uns viel erklaert und uns sogar lokale Fruecht und Kaugummi ausgeteilt. Wir haben uns schon gefreut sie morgen auch mit uns zu haben, das sollte dann aber leider anders kommen. Die weitere Fahrt war landschaftlich sehr schoen, da es ein engerer Kanal war, der in der Trockenzeit eigentlich aus Reisfeldern besteht. Leider hat es dann aber ziemlich stark zu regnen begonnen.
Angekommen in der vietnamesischen Stadt namens Chau Doc haben wir unsere City-Hotel bezogen, wir hatten zwar recht grosse Zimmer allerdings auf die Strasse hinaus und der Strassenlaerm war Wahnsinn. Die Asiaten hupen ja nahezu pausenlos. In der Nacht nahm der Laerm zwar ab, allerdings wurde es ab ca. 4:30 Uhr wieder lauter. Am Abend wollten wir mit einem irischen Paerchen noch auswaerts essen gehen und haben daher die Stadt erkundet. Ausser 2 sehr grossen Maerkten haben wir aber nicht wirklich ein Lokal gefunden, daher haben wir in unserem Budget-Hotel gegessen. Chau Doc ist echt ein Kaff und wir wussten garnicht was wir an diesem Abend machen sollten. Daher sind wir schon sehr zeitig schlafen gegangen und haben uns davor einen sehr interessanten Film “The Killing Feelds” auf dem Notebook angeschaut. Der Film ist wirklich sehr empfehlenswert und lehrreich!

Der naechste Tag begann mit unserem Pick-up vom Hotel um 7:00 Uhr und eine Aenderung unseres Guides. Wir sind durch die halbe Stadt zum Fluss gegangen, wobei uns der Guide fast davongelaufen waere. Die Bootstour war nur ca. eine Stunde lang und nicht sehr spektakulaer. Wir haben eine uninteressante Fischfarm und eine Dorf einer moslemischen Minderheit besucht. Nach der Bootsfahrt hat uns der Bus abgeholt. Unsere Gepaeck hat sich allerdings nicht im erwarteten Bus befunden, daher haben wir das Umladen unseres Gepaecks verlangt. Der Guide war allerdings total unfreundlich, hat gemeint der andere Bus faehrt ja auch dort hin und hat uns nur geschimpft als wir trotzdem darauf bestanden in welchen Bus auch immer aber zusammen mit unserem Gepaeck zu fahren. Der Typ war echt nicht sehr freundlich und ausserdem war dann auch noch ein Sitzplatz im Bus zu wenig, woraufhin eine Person aus unsere Gruppe im anderen Bus mitfahren musste.

Die Fahrt zum naechsten groesseren Ort war unheimlich lange (ca. 3 Stunden) und wir waren ueberraschst wie gross diese Stadt war. Dort haben wir dann 35 Minuten Mittagspause gemacht, das war natuerlich gerade genuegend Zeit um im Hotel der Travelorganisation zu essen aber nirgendwo anders. Die Busfahrt ging noch fuer weitere ca. 5 Stunden mit Unterbrechung durch das Aussteigen und warten fuer die Autofaehre, eine toll angepriesene Pagode (war sehr uninteressant) sowie einen Bonsaigarten (Alle chinesischen Lokale in Wien haben bessere Bonsais und ich auch). Alle Stopps waren unnoetig und aergerlich. Auesserdem haben wurde noch 2 mal unsere Guide gewechselt, wobei einer nur stumm war. Also Mekong Tours bzw. Happy Tours kann man echt niemanden empfehlen.
Jetzt sind wir Gott sei Dank wieder in der Zivilisation und koennen wieder selbst entscheiden was wir machen wollen. Der erste Bezirk von Ho Chi Minh ist mit allem ausgestattet was man so braucht, trotzdem sind die Hotels sehr guenstig hier. Wir haben und heute Abend gleich eine Pizza gegoennt und unser Visum fuer China (USD 63 p.P.) beantragt.