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Archive for November, 2006

[Fiji] Mamanuca & Yasawa Islands

22. November 2006 12:34 - Sabine

08.11 bis 14.11.2006 - 86.Tag bis 92.Tag:
Der 3 stündige Flug von Brisbane nach Nadi auf Fiji mit der Billig-Airline Virgin Blue (Pacific Blue) war komfortabler (die Sitze waren aus Leder) als erwartet und auch das Personal war sehr nett und freundlich. Was uns sehr gefallen hat, war die Begrüssung bei den Ansagen: “Hello Ladies and Gentlemen, Boys and Girls …” Das war schonmal sehr lustig und locker :)

Am Flughafen angekommen wurden wir gleich von singenden und gitarrespielenden Fijianern empfangen und begrüßt. Natürlich durfte auch ein lautes, uns entgegenrufendes “BULA!” (Hallo, Willkommen) nicht fehlen. Diese freundliche und lautstarke Begrüssung hat uns über unseren ganzen Aufenthalt in Fiji begleitet. Die freundlichkeit der Fijianer hat uns ebenfalls über somanche Mängel hinwegsehen lassen. Denn oftmals sind die Unterkünfte auf kleinen Inseln sehr spartanisch ausgestattet und selbst in teuren Resorts klappte das Service nicht immer. Auf Fiji läuft natürlich die lockere Fiji Time und die ist viel langsamer und entspannter …. und deshalb wird auch nicht alles immer sofort erledigt. Aber zumindest sind die Einwohner wirklich sehr freundlich und grüßen mit einem lächeln - der Rest der Welt könnte sich davon eine Scheibe abschauen.

Die ersten beiden Nächte haben wir auf der Hauptinsel Viti Levu verbracht. Da die Hauptinsel um Nadi nicht wirklich schöne Strände zu bieten hat, haben wir am zweiten Tag eine gebuchte Tour in die Highlands gemacht.
Leider war es an diesem Tag recht bewölkt und die Sicht war nicht ganz so schön. Trotzdem fanden wir das Wetter nicht so schlimm, denn es war dadurch auch nicht so heiß! Bei einem Besuch in einem Dorf wurde uns auch ein Kava mit dazugehöriger Zeremonie angeboten. Dieses traditionelles Getränk wird aus einer zerkleinerten Wurzel gewonnen und nakotisiert die Zunge und entspannt den Körper. Das Wurzelpuder wird in ein Tuch gewickelt und in einer Schale gefüllt mit Wasser ausgedrückt. Der Kava wird auch Fiji-Baileys genannt, da das Getränk sehr braun aussieht - hatte die Farbe von Schlammwasser.

Danach sind wir mit dem Yasawa Flyer - einem motorisierten Katamaran zu den Mamanuca Islands gefahren und haben dort endlich die Inseln vorgefunden, die wir erwartet hatten. Diese Inselgruppe liegt, wie die Yasawa Islands nordwestlich von Nadi und Viti Levu und das Islandhopping konnte beginnen.

Das erste Resort war auf Treasure Island und hatte auch den Namen Treasure Island Resort. Auf der kleinen Insel gab es nur das Resort und um den Strand herum waren die Bures (Hütte / Haus) erbaut. Hier konnten wir 3 Tage lang in unserer komfortablen Bure mit eigenem Strandzugang, sowie Liegen und eigener Hängematte entspannen. Das war herrlich und genau das was wir wollten :) Meistens sind wir nur am Strand gelegen und waren ab und zu schnorcheln - das war wirklich relaxend. Am Abend sind wir dann doch recht früh immer schlafen gegangen, da wir vom vielen Faul sein so müde waren und die Sonne natürlich auch ihre Wirkung hatte. Klasse fanden wir auch, dass auf diesem Resort alle Aktivitäten, wie Segeln, Kajaken, Schnorcheln, Minigolf usw. im Preis inbegriffen waren und wir das natürlich auch genutzt haben.

Nach diesen drei Luxus-Tagen ging es dann weiter in die Inselgruppe der Yasawas, wo wir auf der kleinen Insel Drawaqua das Resort namens Barefoot Longe vorreserviert hatten. Unerwarteterweise waren die Bures hier sehr traditionell und spartanisch ausgestattet - also kein Strom (keine Aircondition oder Fan), kein Glas in den Fenstern, kein privates Badezimmer, kein WC - nur ein Doppelbett und ein Moskitonetz und einen Stuhl.
Das Personal hat uns jedoch so herzlich empfangen und das Resort war so gepflegt, dass wir uns trotzdem gleich wohl fühlten! Vor allem das Schnorcheln am eindrucksvollen Riff gleich unmittelbar vor dem Strand hat uns besonders gut gefallen und wir haben an der Riffkante zwei Riffhaie, einen Blaupunkt-Rochen, einen Igelrochen und einen großen Pufferfisch gesehen. Das war für uns das beste Schnorcheln überhaupt und nicht einmal bei unserem Tauchgang in der Umgebung haben wir so viele große Meeresbewohner sehen können. Außerdem ist die Sicht beim Schnorcheln besser als beim Tauchen gewesen und daher haben wir keine weiteren Tauchgänge gemacht (schließlich waren wir schon sehr verwöhnt von Malaysia und Thailand).
Am zweiten Abend gab es „Lovo“ ein wahres Festessen, bei dem das Fleisch, Fisch und (Süß-)Kartoffeln auf glühenden Steinen gegart wird. Dazu wird das Essen in geflochtenen Körben aus Bambusblättern auf die Steine gelegt und mit Bambusblättern und Erde abgedeckt. Nach zirka 2 Stunden Garzeit ist dann das Essen fertig und mit den ganzen Vorbereitungen hat unseren Koch zirka einen ganzen Tag für dieses Festessen gebraucht. Ganz schön mühsam, aber das Essen war wirklich fantastisch und am besten fanden wir die vielen verschiedenen Kartoffel und kartoffelartige Wurzeln. Das war wirklich mal ein ganz besonders Erlebnis. Nach dem Essen fand dann unser internationaler Abend statt und jede Nation (von unseren 20 Gästen) musste etwas auf der Bühne aufführen. Eigentlich sollten wir alle etwas vorsingen oder tanzen, aber dazu waren wir zu feige, schließlich waren wir ja nur 2 Personen und nicht so wie die große Gruppe an Neuseeländischen Burschen die zu 9t waren. Da wir trotzdem etwas vorführen mussten, haben wir uns für eine kleine Rede über Österreich entschieden und haben so versucht den anderen Gästen sowie den Fijianern unser Land etwas näher zu bringen. Natürlich haben wir auch ganz stolz erwähnt das in unserem Land kein Atom-Strom verwendet wird, woraufhin wir großen Applaus von den Neuseeländern geerntet haben (da die auch keine Atomenergie verwenden! – das wussten wir garnicht). Die Neuseeland-Boys haben die lustigste Show geliefert, denn sie haben mit nacktem Oberkörper den Haka-Tanz vorgeführt und dazu viele lustige Grimassen geschnitten. Das war echt lustig und alle Zuschauer haben sich halb tot gelacht. Am Ende gab es noch eine traditionelle Tanzeinlage und einen Feuertanz von Fiji, dass war wirklich ein sehr stimmungsvoller Abend und einer der besten während unserer Zeit in Fiji. Danach wurden noch alle Teams mit einer Flasche Sekt belohnt und es gab ein Lagerfeuer am Strand, bei dem wir noch die Gelegenheit hatten mit einigen der Neuseeländern zu tratschen und e-Mail-Adressen auszutauschen. Wahrscheinlich werden wir uns dann auch mit den Burschen in Neuseeland treffen und mit ihnen Auckland unsicher machen (das wird sicher lustig!).

[Fiji] Island Hopping

9. November 2006 11:34 - Michael

Bula!
Nach einem Tag in Brisbane / Australien sind wir gut in Fiji angekommen und werden die nächsten Tage von einer Insel zu nächsten fahren - somit wird das nächste Update etwas dauern und wir werden jetzt einmal unter der Sonne so richtig relaxen.

Hehe, wer neidisch werden will, kann sich einmal anschauen wo wir uns ab morgen für die nächsten drei Tage entspannen werden:
Treasure Island Resort / Fiji Islands

Schöne Grüsse und bis bald
Michael & Sabine

[Hong Kong] 8 Days in Hong Kong

11:03 - Sabine

30.10 bis 6.11.2006 - 76.Tag bis 84.Tag:
Das wars mit Luxus, die letzte Nacht im 4-Sterne Hotel ist vorrüber. Wir haben also noch das tolle Frühstücksbuffett genossen und haben dann langsam eingepackt um in unser Hostel namens Yes Inn in Fortress-Hill um die Ecke zu ziehen. Von außen waren wir gleich einmal sehr schockiert von unserer Wahl über das Internet, denn es ist ein großer und recht hässlicher Wohnbau. Überall hängt die Wäsche am Balkon oder aus dem Fenster und fast jede Wohnung hat ein hässliches Klimagerät an der Außenmauer montiert. Außerdem wirkte der Bau etwas heruntergekommen und alt, aber es gibt immerhin einen 24 Std Portier. Naja Gott sei Dank ist unser Hostel trotzdem recht nett und auch sehr modern (viel von IKEA) eingerichtet. Das gefiel uns schon mal sehr gut, leider ist das Zimmer halt recht klein, aber dafür ist es sehr sauber und neu.

Unser Hostel ist überhaupt recht ungewöhnlich, denn die Rezeption und die Zimmer sind einfach in verschiedenen Wohnungen auf unterschiedlichen Stockwerken untergebracht. Bei uns im 11. Stock besteht die Wohnung nur aus 4 Zimmer und einen schmalen Gang in dem es eine Trinkwasserstelle, Wasserkocher und eine Microwelle gibt. Ich glaube die ganze Wohnung ist nur 50 Quadratmeter groß. Da wir auch WLAN (Internet) hatten, haben wir doch einige Zeit im Zimmer verbracht und konnten dann die gute Microwelle und den Wasserkocher auch gut für Nudelsnacks und Tee gebrauchen. Das war echt praktisch!

Außerdem ist die Lage des Hostels gleich gegenüber der MTR Station (U-Bahn in Hong Kong) sehr gut und die Infrastruktur war in der Umgebung auch super. Es gab fast an jeder Ecke einen 7-Eleven (Lebensmittelladen - den gibt es fast überall in Asien), Mannings & Watsons (Kosmetikartikel) und natürlich McDonalds.

Da wir ja für eine Woche in Hong Kong waren, haben wir uns keinen Stress gemacht und sind die Besichtigungen einmal langsam und relaxed angegangen. Oft hatten wir in der Früh noch keinen Plan was wir so machen wollten und meistens sind wir einfach nur durch verschiedene Viertel der Stadt spaziert und haben so den Flair von Hong Kong kennen gelernt. Natürlich haben wir aber auch die Sehenswürdigkeiten von Hong Kong besucht - die großteils sowieso die Einkaufsstrassen und die unterschiedlichen Viertel waren :)

Mit der U-Bahn ging alles sehr schnell und unproblematisch, speziell wenn man sich eine Octopus-Karte nimmt. Diese Magnetkarte kann man gegen einen Einsatz lösen und immer wieder mit Guthaben aufladen (ist so eine Art Quick Funktion, die aber viel praktischer ist). Das heißt bei den Drehkreuzen am Eingang sowie am Ausgang der MTR muss man nur die Karte über einen Sensor halten und der Fahrpreis wird abgebucht. Man muss die Karte nichtmal auspacken durch die Geldbörse oder Handtasche funktioniert es auch. Außerdem kann man die Octopus-Karte auch bei McDonalds, KFC in den Supermärkten, in der Doppeldecker-Strassenbahn und auf den Fähren einsetzten und benötigt so kein Bargeld mehr. Das ist wirklich unheimlich praktisch und am liebsten hätten wir das auch in Österreich!

Zu Halloween am 31.10.2006 waren wir im Disneyland, da wir von einem Halloween Special gelesen haben. Leider war nicht allzuviel Halloween-mäßig dekoriert, nur Mickey und Minnie Mouse waren anders gekleidet und es gab einen kleine Halloween-Parade. Wir fanden das Disneyland Hong Kong zu klein, überhaupt Michael war sehr enttäuscht da er nur die großen Disneylands aus Amerika kennt. Ich war zwar erst im Disneyland Paris, aber selbst das ist größer als in Hong Kong und hat mehr Rides für Erwachsene zu bieten. Wir sind daher mehrmals mit den zwei besten Rides gefahren (da wenig Leute waren, war auch kaum Wartezeit!) und dazwischen haben wir uns noch Shows angeschaut, die alle sehr gut waren. Ein schöner Abschluss waren dann noch die Fotoaufnahmen mit den Disney Figuren und das schöne Feuerwerk hinter dem beleuchteten Schloß.

Die nächsten Tage haben wir mit Sightseeing und Shopping in der Stadt verbracht. Wobei uns die alte Starferry, die Kowloon (Festland) mit Central auf Hong Kong Island verbindet uns sehr gut gefallen hat. Vom oberen Deck hat man nämlich eine tolle Aussicht auf die Skyline und man kann schöne Fotos machen, da man nicht wie bei anderen Fähren in einem geschlossenen Raum hinter einer Glasscheibe sitzt. Beeindruckend fanden wir auch die Fahrt mit der historischen Peak Tram die mit einer Steigung bis zu 28° den Peak hinauffährt (der größte Hügel von Hong Kong Island). Der Hügel liegt direkt in der Stadt und daher kann man einen wunderschönen Panorama-Blick über Hong Kong Island und Kowloon genießen. Wir sind daher am Nachmittag hinaufgefahren und haben dann auf den Abend gewartet, so konnten wir das tolle Panorama bei Tag und Nacht genießen. Leider war die Sicht an diesem Tag nicht so toll, denn es drohte ein Taifun von den Phillipinen auf Hong Kong zuzukommen, was dann Gott sei Dank nicht geschah. Sonst sind wir noch durch Mong Kok (Ladies Market), den Temple Street Market, Tsim Sha Tsui (Promenade und Avenue of Stars), Central und Soho spaziert. Fast überall gibt es viele tolle Shops, wobei uns speziell das Esprit Outlet mit seinen unglaublich günstigen Preisen gefallen hat und natürlich konnten wir den Shop nicht mit leeren Händen verlassen. Michael hat sich auch eine Taucheruhr und einige Accessoirs für seine Kamera gekauft, denn hier ist wirklich alles etwas günstiger. Speziell Notebooks haben wir zu extrem billigen Preisen gesehen, so günstig das man sich schon ärgert weil man keines braucht oder mit nach Hause nehmen kann. Die Märkte waren ähnlich wie auch in Thailand, nur gab es noch eine größere Auswahl an Produkten, sogar Souvenirs aus anderen Regionen wie beispielsweise Terrakotta-Krieger konnte man kaufen. Am besten hat uns das Viertel Soho gefallen, das hinter Central am Fuße des Peaks liegt und durch eine Fußgängerbrücke mit Rolltreppen auch mühelos zu erreichen ist. Hier findet man die höchste Konzentration an italienischen Restaurants, die wir je außerhalb von Italien gesehen haben. Ein Traum für uns Pasta-Fans. Außerdem bieten die Lokale hier tolle dreigängige Mittagsmenüs an, was wir natürlich gleich mehrmals genossen haben.

Am Samstag haben wir einen Ausflug nach Lantau Island gemacht. Unerwarteterweise befand sich gleich bei der MTR-Station auf Lantau ein großes Shoppingcenter mit vielen Outlet-Shops (Bsp. Timberland, Esprit, Adidas). Da mussten wir natürlich einen Blick hineinwerfen ;-) Aber da wir ja noch den ganzen Tag unterwegs waren, haben wir nichts gekauft, wäre ja sonst unpraktisch zum Mitschleppen gewesen. Danach ging es mit der neuen Seilbahn (erst ca. 3 Monate offen) auf den Berg hinauf. Die Fahrt hat etwa 20 Minuten gedauert und wir hatten einen schönen Blick über Lantau und bis hinüber zum Hong Kong Airport auf der Nachbarinsel.

Montag zu Mittag mussten wir aus unserem Hostel auschecken, aber wir konnten immerhin noch unser Gepäck bis Abend im Hostel lagern, denn unser Flug nach Brisbane ging erst kurz vor 23 Uhr. Da wir diesmal das Gepäck fast vollständig ausgeräumt haben (wir unsere Koffer auf Grund des kleinen Zimmers nur unter dem Bett lagern), haben wir ziemlich lange zum Einpacken gebraucht. Zusätzlich haben wir auch noch einige Dinge vorbereitet, die wir dann mit Seamail nach Hause geschickt haben (sind jetzt also wieder 7,5 kg leichter!). Danach sind wir mit den großen Gepäckstücken nach Central gefahren, wo wir an der Airport Train Station schon Einchecken konnten. Das war super angenehm, außerdem hatten wir so auch schon unser Boardingticket. Danach sind wir noch nach Soho Essen und zum Friseur gegangen. Das war vielleicht ein Abenteuer beim Friseur, denn schließlich ist es nicht so leicht zu erklären wie man seine Frisur haben will und man weiß nicht wie man danach aussehen wird, vorallem bei meinen Strähnchen hat mir das Kopfzerbrechen gemacht. Es hat jedoch alles halbwegs gut geklappt, aber zu Hause ist es doch besser und Michael hat jetzt einen leicht asiatischen Haarschnitt. Nachdem wir dann unser Handgepäck aus dem Hostel geholt hatten, ging es dann mit dem schnellen und komfortablen Airport Train zum Flughafen.