Worldtraveler.at

Archive for Januar, 2007

[South Island] Queenstown Adventures, Arrowtown

30. Januar 2007 00:12 - Michael

15.01 bis 16.01.2007 – 153.Tag bis 154.Tag:
Am nächsten Morgen ging es in die Abenteuer und Freizeitstadt Nummer Eins auf der Südinsel nach Queenstown. Queenstown liegt auch am Lake Wakatipu und wird von einigen schönen Bergen umgeben. In keiner anderen Stadt gibt es so viele verrückte Angebote, wie hier und wir mussten natürlich auch ein paar ausprobieren. Wir sind dann in die Stadt gefahren und haben uns einmal beim Queenstown Touristinfo informiert. Wir haben uns dann für den berühmten und riskanten Shotover Jet und den noch verrückteren Canyon Swing entschieden. Johnny und Silvia haben noch zusätzlich einen Helicopter Flug gebucht. Die Attraktionen waren nicht billig, aber wer weiß, wann sich wieder diese Möglichkeit ergibt? Außerdem sind das Abenteuer, die es in Österreich überhaupt nicht gibt. In Queenstown haben wir uns dann einmal einen Top 10 Holiday Park geleistet.

Am Nachmittag ging dann schon unsere erste Attraktion, der Shotover Jet los. Wir wurden vom Treffpunkt im Zentrum abgeholt und sind mit einem Bus zu einem nahe gelegenem Canyon chauffiert worden. Dort angekommen düst man mit einem Jetboat bis zu 80km/h durch den Canyon. Unser Fahrer war überhaupt eine gesenkte Sau und das hat uns natürlich noch mehr gefallen. Wir konnten es überhaupt nicht fassen, als wir mit dem Jetboat 10cm neben den Felsen vorbeigezogen sind. Wao, das war ein Erlebnis und wir dachten jeden Moment picken wir an einem Felsen. Nicht nur die Felsen waren schockierend, denn das Boot ist auch noch so nah an den Sandbänken am Fluss vorbeigefahren, dass wir dachten, dass wir auflaufen. Unglaublich wie der Fahrer das Boot im Griff hatte! Zu den riskanten Fahrmanövern zwischen den Felsen und den Sandbänken sind dann noch 360 Grad Umdrehungen dazugekommen. Ich bin natürlich am Rand vom Jetboat gesessen und wurde bei diesen Umdrehungen ziemlich nass. Das Feeling war jedoch der pure Wahnsinn und diese Attraktion war das Geld von NZD 99 wert. Johnny und Silvia sind danach noch mit dem Helicopter auf einen der Berge geflogen, während wir zurück zum Holiday Park gefahren sind.

Am nächsten Tag haben wir erst nach 10:00 den Holiday Park verlassen und sind in die Innenstadt von Queenstown gefahren. Dort angekommen sind wir etwas durch die Stadt spaziert und haben den Blick auf den See und die dahinterliegenden Berge genossen. Der Anblick und das Wetter waren wirklich ein Traum! Nach dem Mittagessen ging es zu unserem nächsten verrückten Abenteuer.

Wir wurden von der Canyon Swing Company mit einem Minibus zu dem gleichen Canyon wie gestern gebracht und mussten dann noch ein kleines Stück bis zur Absprungsplattform gehen. Als wir dann die Höhe, die Schlucht und den darunterliegenden Fluss sahen, fragten wir uns, ob dieses Abenteuer die richtige Wahl war? Wer ist schon so verrückt und stürzt sich 60 Meter in die Tiefe, mit 150 km/h und schwingt dann noch 200 Meter hin und her und zahlt dafür noch ganz schön viel Geld? Tja, wir vier waren so verrückt und es gab auch keinen Rückzug mehr, als wir auf der Absprungplattform standen. Nachdem wir das notwendige Absprunggeschirr angeschnallt bekommen hatten, ging es los! Silvia wurde von den Mitarbeitern gleich als erste ausgewählt und musste den Sprung als erstes meistern! Mit etwas Zögern ließ sie sich mit dem Forward-Jump in die Tiefe fallen. Mit lautem Geschrei ging es bergab :) Danach war Johnny an der Reihe und wagte auch den Sprung. Ich war dann als dritter an der Reihe und wählte genauso wie Silvia und Johnny einmal den Forward-Jump. Nur nahm ich noch etwas Anlauf und sprang von der Plattform (war ein Tipp vom Instructor) Ahhhh, die Höhe war doch etwas beängstigend und vor dem Sprung fragt man sich: hält das Stahlseil hoffentlich? und wurde das Absprunggeschirr gescheit angebracht? Nachdem der letzte Fuß die Plattform verlassen hat, fällt man für 6 Sekunden im Freienfall zwischen den Klippen und schwingt dann noch einige Zeit hin und her. Wao, was war das für ein Feeling? Schwer zu beschreiben – aber die Angst wurde jedenfalls vom ausgeschütteten Adrenalin unterdrückt. Ich hatte davor noch nie so ein Gefühl und die sechs Sekunden vergingen viel zu schnell. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Rollercoasters, weil es mir immer den Margen aushebt, aber beim Canyon Swing war das kein Problem. Es war so ein cooles und verrücktes Abenteuer und Gefühl, dass ich beschloss nochmals zu springen :) Nach mir war Sabine an der Reihe. Ihr Absprung hat doch etwas länger gedauert als bei uns dreien davor – aber sie hat es dann auch gewagt. Johnny und ich wagten dann noch einen zweiten Sprung in die Tiefe, da es uns beiden so gefiel. Es gibt eine Regel beim Canyon Swing, man darf keinen Sprung zweimal machen und so wählten wir aus einem Katalog einen anderen Sprung. Im Katalog bzw. Jump-Book werden diverse Absprungsmöglichkeiten mit Fotos illustriert und das Feeling bzw. der Angstgrad wird mit der Anzahl von angeschissenen Unterhosen bewertet. Wir beide wählten dann einen Sprung mit der maximalen Anzahl von fünf angeschissenen Unterhosen. Der Sprung hatte auch einen coolen Namen Gimp Boy goes to Hollywood. Bei diesem Sprung wird man Kopfüber auf einem Gestell angebunden und der Instructor löst dann den Absprungmechanismus aus. Man stürzt sich dann Kopfüber und mit Blick auf die Schlucht hinunter. Boah, das war noch um einiges schlimmer und noch um einiges besser. Beim zweiten Sprung konnte man den freien Fall noch viel besser genießen. Während dem Sprung wird auch noch eine lustige kleine Dummy-Pumpe am Absprunggeschirr geschnallt mit der man sich in die Tiefen stürzt. Die zwei Sprünge waren jedenfalls ein tolles Erlebnis, auch wenn der erste Sprung NZD 159 und der zweite Sprung dann nur noch NZD 39 gekostet hat. Der zweite Sprung wurde ja richtig billig angeboten … hehe. Bevor man auch das Absprunggeschirr verpasst bekommt, wird man noch abgewogen und das Gewicht wird mittels lustigen Figuren auf der Hand verdeutlicht :) – das war schon einmal ein Schräger einstieg! Wer einmal in Queenstown ist, muss jedenfalls diesen verrückten Sprung wagen.

Nach diesem Nervenkitzel ging es weiter. Wir sind dann nach Arrowtown gefahren und haben uns die wirklich netten und alten Goldgräberhäuser aus damaliger Zeit angeschaut. Dieses wirklich nette kleine Dörfchen hat uns mit den lieblichen und kleinen Häusern sehr gut gefallen. Wir sind dann auch noch etwas am Flussbett herumspaziert und haben ein paar Familien beim Goldwaschen beobachtet. Wir hatten jedoch dafür keine Zeit und auch nicht die Geduld.

Danach ging es weiter zur Brücke auf dem der erste Bungee-Sprung auf der Welt durchgeführt wurde. AJ Hackett sprang als erstes die 48 Meter von der Brücke und erfand dadurch eine neue Sportart. Ein einziger Sprung hätte NZD 150 gekostet und das wollten wir uns dann doch nicht mehr leisten. Immerhin sind wir an diesem Tag schon 60 Meter gefallen – da sind die 48 Meter keine Herausforderung mehr :)

[South Island] Oamaru, Moeraki Boulders, Dunedin, Milford Sound

00:10 - Michael

12.01 bis 14.01.2007 – 150.Tag bis 152.Tag:
Wir sind dann am nächsten Tag wieder nach Christchurch zurück gefahren und haben unser Motorhome nochmals bei Maui auffüllen lassen, da unsere Gasflasche zum Kochen nicht voll war und auch nicht unser Wassertank. Die Prozedur war sehr unproblematisch und verlief auch sehr schnell. Wir wollten dann noch in das hoch gelobte Antarctic Center gehen, aber der hohe Eintrittspreis hat uns dann doch von dieser Attraktion abgehalten. Nach dem Zwischenstopp ging es auf dem Highway 1 Richtung Süden nach Oamaru. In Oamaru wollten wir uns die Blue Penguin Colony anschauen. Aber an diesem Tag gab es keine Tagesführung, da alle Pinguine zum Fischen in das Meer verschwunden waren. Tja, wir haben dann etwas gewartet, bis die Abendvorführung begonnen hat. Die Blue Penguins sind die kleinsten Vertreter der Pinguine und kommen jeden Abend zur Dämmerung zur ihren Nistplätzen zurück. Die kleinen Pinguine werden nur 25 cm groß und sind wirklich süß. Wir hatten gerade Glück, dass Brutzeit war und somit viel mehr Pinguine auf Land kommen, als sonst. Wir haben dann bis zur Abendvorführung gewartet und haben dann das Spektakel wie ein Pinguin nach dem Anderen aus dem Wasser watschelt genossen. Die Pinguine sind ziemlich geschützt in dem Gebiet und die Betreiber des Visitor Centers legen sehr viel wert, dass man die Pinguine nicht stört. Somit waren während der Abendvorführung das Fotografieren bzw. Filmen, sowie das Aufstehen auf der Zuschauertribüne verboten. Außerdem musste man während der ganzen Zeit sehr leise sein, damit man die Blue Penguins nicht beim Landgang stört. Trotz den Vorschreibungen der Bertreiber, zum Schutz der Pinguine war die Vorführung sehr interessant und wir haben einige Hundert Pinguine aus dem Wasser watscheln gesehen. Das war wirklich ein tolles Erlebnis und können wir wärmsten empfehlen – nur anziehen sollte man sich wirklich warm, denn es wurde ganz schön kalt!

Etwas außerhalb von Oamaru haben wir dann direkt am Meer gecampt und hatten am nächsten morgen einen tollen Meeresblick. Leider war das Wetter wieder einmal sehr wolkig und es gab einen Nieselregen. Am Weg Richtung Dunedin sind wir noch bei den Moeraki Boulders stehen geblieben und haben die Steinkugeln am Meer besichtigt. Die tonnenschweren Kugeln aus Stein hatten einen Durchmesser bis zu 4 Metern und liegen einfach auf dem Strand herum. Man kann sich wirklich sehr schwer vorstellen, dass diese Steinkugeln vor 60 Millionen Jahren auf dem Meeresboden aus Ablagerungen von Kalksalzen geformt wurden. Nach einem kurzen Foto-Shooting ging es weiter nach Dunedin.

Dunedin erinnert mit den aus Stein gebauten Gebäuden sehr an eine schottische Stadt. Wir hatten in Dunedin auch endlich einmal Sonnenschein und so sind wir etwas durch die liebliche Stadt spaziert. Das imposante Bahnhofsgebäude hat uns allen sehr gut gefallen und natürlich auch die First Church. Wir wollten dann auch noch bei dem größten Schokoladenproduzenten von Neuseeland namens Cadbury vorbeischauen. Aber die kostenpflichtige und überteuerte Führung war es uns dann doch nicht wert. Tja, da war die Lindt Schockoladenfabrik in Zürich mit dem gratis Museum und den gratis Schokoladen viel besser ;)

Nach dem kurzen Stopp ging es in den Westen Richtung Te Anau. Das war wirklich noch eine lange Fahrt und in Te Anau haben wir dann noch am Abend eine Schiffsfahrt im Milford Sound für den nächsten Morgen gebucht. Am Weg von Dunedin nach Te Anau sind wir wieder einmal an unzähligen Schafen, Rindern und Wildgehägen vorbeigefahren und haben das Grün der Gräser und Hügeln genossen. Te Anau ist das Tor zum weltberühmten Milford Sound bzw. zum Fiordland National Park. Von Te Anau führt nur eine einzige Straße zum 119 Kilometer entfernten Milford Sound. Am Weg haben wir in einem der DOC – Department of Conservation Campingplätzen entlang eines Flusses übernächtigt.

Am nächsten Morgen erwachten wir wieder einmal im Nebel und Nieselregen. Der Anblick auf die Berge und die hängengebliebenen Wolken war ein Panorama für sich selbst. Speziell die schneebedeckten Bergspitzen, die hier und da durch das Wolkenband hervorgekommen waren, haben uns beeindruckt. Wir sind dann noch die letzen Kilometer zum Anlegesteg der Schiffe gefahren und haben den einspurigen Homer Tunnel durchquert.

Um 10:30 hat unser Schiff namens Milford Mariner dann abgelegt und wir haben eine dreistündige Bootsfahrt durch den Milford Sound bei Regen und Nebel genossen. Der Milford Sound ist für sein schlechtes Wetter berühmt, denn das Wetter ist nicht schön an zwei von drei Tagen. Der Nebel zwischen den hohen Klippen und Gebirgen lässt den Milford Sound erst sehr mystisch aussehen. Ich hätte mir trotzdem lieber einen wolkenlosen Milford Sound gewünscht, denn durch den Nebel konnte man sich nicht so wirklich ein Bild von den steilen Klippen und dahinter liegenden hohen Bergen machen. Der Nebel hat leider viel zu viel verdeckt. Aber der Nebel ist ja das was den Milford Sound ja ausmacht. Ohne den mystischen Nebel würde der Milford Sound nicht viel anders aussehen als andere Sounds :) Wir hatten ja noch Glück, denn ein paar Stunden davor lag der Nebel noch viel tiefer und man konnte fast gar nichts sehen. Durch den vielen Regen gab es auch unzählige Wasserfälle die von den steilen Klippen sich in den Milford Sound gestürzt haben. Das war auch ein toller Anblick und wir haben noch nie so viele Wasserfälle auf einmal gesehen. Wir sind dann mit unserem Schiff, dann bis zum Meer gefahren. Draußen am Meer hatten wir nur noch eine Nebeldecke und der Milford Sound ist komplett im Nebel verschwunden. Kaum zu glauben, dass Captain James Cook im Jahre 1770 damals überhaupt den Milford Sound gefunden hat. Er hatte wahrscheinlich Glück und Schönwetter :) Er segelte damals nicht in den Milford Sound, da er dahinter nicht wirklich etwas vermutete. Erst Jahre später hat Captain John Grono den Fjord benannt.

Eigentlich ist der Milford Sound gar kein Sound, sondern ein Fjord. Denn ein Sound wird von einem Fluss ausgewaschen und ein Fjord von einem Gletscher geformt. Der Milford Sound wurde also eigentlich von einem Gletscher geformt uns sollte deshalb eher Milford Fjord heißen. Aber damals bei der Entdeckung wusste man das noch nicht.

Nach einem kurzen Stopp am Meer ging es dann wieder zurück in den Milford Sound. Bei der Rückfahrt sind wir wieder an den unzähligen Wasserfällen vorbeigefahren und haben auf den Steinen im Wasser einige Seehundkolonien gesehen. Das Highlight jedoch waren die Delphine, die das Schiff ganz schön lange verfolgt haben. Wir alle haben noch nie so große und so eine große Anzahl an Delphinen gesehen. Wao, das war ein toller Anblick und ein großes Erlebnis. Überhaupt die diversen Sprünge und kleinen Kunststücke haben uns beeindruckt und der Milford Sound ist dann irgendwie zur Nebensache geworden :) Die Delphine können bis zu 3,8 Meter lang werden und sind ganz schön große Vertreter der Delphine. Wir sind aus dem Fotografieren und Beobachten gar nicht mehr losgekommen.

Nach dem Anlegen sind wir am Weg zurück nach Te Anau einen kleinen Walk namens The Chasm gewandert. Der Weg führte durch dicht bewachsenen und von Moos überdeckten Wald bis zu einem kleinen Fluss. Neben den nett angelegten Weg sind einige unterschiedliche Farne gewachsen, die uns allen sehr gut gefallen haben. Zurück am Parkplatz haben wir dann das erste Mal einen Kea Vogel gesehen. Der Kea ist eine Papageienart und liebt die Dichtungen der Autos. Der Vogel hat ein grünes Federnkleid und unter den Flügeln ein orange-rotes und sieht sehr schön aus, wenn der Kea wegfliegt. Im dichten Regenwald ist der Vogel sehr gut getarnt und sehr schwer ausfindig zu machen.

Die Strasse Richtung Te Anau bot wunderschöne Blumenwiesen neben dem Fluss. Die lila, pinken und weißen Blumen haben mir überhaupt am besten gefallen – keine Ahnung wie diese Blumen heißen. Das war ein toller Anblick mit dem Gebirge im Hintergrund.

Wir sind dann noch Richtung Queenstown gefahren und haben auf einem netten Platz am Lake Wakatipu übernächtigt. Johnny ist dann noch in den sehr kalten See schwimmen gegangen.

[South Island] Motorhome, Christchurch, Kaikoura Whale Watching

24. Januar 2007 06:11 - Michael

09.01 bis 11.01.2007 – 147.Tag bis 149.Tag:
Um kurz nach 8 Uhr in der Früh ging unsere Flieger nach Neuseeland, da hat uns wieder einmal zum frühen Aufstehen gezwungen. Eigentlich hatten wir ja eh einen Flug am Abend gebucht, leider wurde dieser jedoch von Jetstar gestrichen und so konnten Johnny und Silvia noch den Tag in Sydney genießen, während wir schon unterwegs nach Neuseeland waren. Wir wurden vom Hotel von einem Airport Bus Shuttle abgeholt und sind min. eine Halbestunde durch Sydney herumgefahren und haben einige Hotels abgeklappert bis wir endlich zum Airport gekommen sind.

Als wir dann also am Nachmittag im Sudima Airporthotel in Christchurch angekommen sind, hatten wir dann mal richtig Zeit um einmal wieder faul zu sein. Am Airport sind wir gleich einmal zur Maui Mietstation gegangen und haben uns über die morgige Motorhome Abholprozedur informiert. Der Fahrer vom Maui Busservice hat uns angeboten zu unserem Hotel zu bringen, da die Maui Station nicht weit weg vom Hotel lag. Als er dann hörte, dass wir noch kein Mittagessen hatten, hatte er Mitleid mit uns und hat uns Angeboten zu Subway zu fahren. Leider war dann genau Rushhour und einige Flieger sind angekommen und er musste davor natürlich die Kunden zur Maui Mietstation bzw. zum Flughafen bringen. So sind wir einige Runden zwischen Airport und Maui Mietstation gefahren und waren sozusagen seine Driving-Company. Wir sind locker eine Stunde mit ihm mitgefahren und haben nett geplaudert. Als Dankeschön hat er von uns dann ein Cookie bekommen :) Im Hotel sind wir also nur im Bett gelegen und haben abwechselnd geschlafen und ferngesehen. Das war herrlich nach den letzten recht anstrengenden Tagen.

Kurz nach Mitternacht sind dann erst Johnny und Silvia angekommen, die ihren letzten Tag in Sydney im Taronga Zoo verbracht haben und auf der Fähre ehemalige Schulkollegen von uns getroffen haben. Das ist ja ein Zufall bei so einer großen Stadt – da sieht man wieder wie klein die Welt geworden ist :)

Am nächsten Tag haben wir uns etwas ausgeschlafen und mussten dann nur um die Ecke zur Maui Station gehen, wo wir unser 6-Berth Motorhome entgegengenommen haben. Die Prozedur hat etwas länger als gedacht gedauert, dafür wurden wir dieses mal auch wesentlich besser über das Wohnmobil und über das Fahren damit informiert. Wir sind dann also erst um 11:30 Uhr aufgebrochen und unser erstes Ziel war ein mehrstündiger Aufenthalt im Supermarkt. Denn als wir endlich alle Lebensmittel (2 volle große Einkaufswagen) gefunden hatten, mussten wir erst noch unser Gepäck auspacken um Platz zum Verstauen der Einkäufe zu haben. Nach dem auspacken waren wir dann natürlich hungrig … Wir sind dann zu Domino’s Pizza gefahren und haben eine schnelle Mittagspause eingelegt.

Danach ging es in das Stadtzentrum von Christchruch, wo wir uns gleich einmal auf einen falschen Parkplatz gestellt haben. Auf dem Parkschild stand „P 5“ und wir dachten, man darf 5 Stunden parken, so wie in Australien, aber es waren dann doch nur 5 Minuten. Gott sei Dank war kein Parksheriff in der Gegend und hat uns einen Strafzettel verpasst. Wir sind also gemütlich durch die Stadt spaziert und haben das nette Städtchen wirklich genossen. In der größten Stadt der Südinsel von Neuseeland gibt es kein einziges Hochhaus und die alten, bunten und sehr netten Gebäude sind wirklich einen Spaziergang durch die Stadt wert. Alle älteren Gebäude in Christchurch haben einen englischen Baustiel und erinnern sehr an ein englisches Städtchen. Die alte Christchurch Tramway war nett anzuschauen. Die Tramway fährt in einer Runde zu einigen Sightseeing Spots von Christchurch und ist für faule Touristen. Wir waren gut bei Fuß und haben dieses Service nicht genutzt. Das ehemalige Universitätsgelände von Christchurch ist jetzt ein Künstlerviertel mit einigen Gallerien, die uns aber eher weniger interessiert haben.

Nach der Besichtigung ging es mit unserem Motorhome nördlich Richtung Gore Bay. In der nähe vom Beach haben wir dann unsere erste Nacht im Motorhome verbracht.

Am nächsten morgen ging es dann weiter Richtung Kaikoura, wo wir an einer Whale Watching Tour teilnehmen wollten. Als wir ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass für den heutigen Tag schon alle Touren ausgebucht waren. Verdammt, wir hätten doch etwas mehr vorplanen sollen und diese beliebte Tour vorbuchen. Wir haben dann die Option mit der Warteliste vorgezogen, anstatt noch einen weiteren Tag zu warten. Wir mussten jede halbe Stunde zum Ticketschalter gehen und fragen, ob jemand seine Reservierung storniert hat. So vergingen dann locker zwei Stunden, aber wir haben dann Einen-Halbstunden später doch noch einen Platz für vier Personen bekommen. Die Zeit haben wir dann noch genützt und sind zur Seal Colony gefahren und haben einmal diese Tiere fotografiert. Die Tiere sind faul auf den Felsen gelegen und man konnte wirklich nahe an die Tiere herankommen. Aus Sicherheitsgründen hat man einen 10 Meter Abstand einhalten müssen. Zwischen den Felsen waren auch immer wieder eklige und sehr große bzw. lange Seepflanzen, die uns überhaupt nicht gefallen haben.

Um 15:30 ging dann unsere Whale Watching Tour los. Wir wurden vom Headquarter mit dem Bus zum Anlegesteg der wirklich sehr neuen und super ausgestatteten Motorboot-Katamarane gebracht. An Board wurden uns einige Animationen und Lehrinhalte über die Sperm Whales näher gebracht. Der Spermwhale hat in seinem Kopfbereich 2,5 Tonnen Öl, mit dem er das Abtauchen kontrollieren kann. Auf einem großen LCD-Display wurden uns die Videos gezeigt und auch die momentane Position von unserem und den anderen Booten der Company. Der Grund warum sich bei Kaikoura die Wale so nah an der Küste aufhalten ist jener, dass schon ein paar Meilen von der Küste entfernt der Meeresboden bis zu einem Kilometer tief abfällt und Meeresströmungen eine gute Grundlage für Plankton bieten. Auf unserem ersten Spot hatten wir leider kein Glück mit einer Walbesichtigung und wir waren ziemlich enttäuscht. Nach einem Positionswechsel sahen wir dann den Spermwhale Little Nick auf der Wasseroberfläche und einen Albatross. Wir wurden dann auch mit einem wunderschönen Abtauchen und einer tollen Schwanzflosse belohnt. Vom Wal hat man gerade einmal 10 Prozent vom Körper gesehen und wir konnten uns gar nicht vorstellen, wie groß dieses Tier war. Nachdem ein Wal abtaucht und sein Glück beim Plankton suchen versucht können schon einmal bis zu 40 Minuten und noch viel länger vergehen, bis der Wal wieder auftaucht. Nachdem der Wal in den Tiefen des Meeres verschwunden war, haben wir unser Glück weiter weg von der Küste versucht. Wir sind dann noch auf einen zweiten Wal gestoßen, der aber leider Gottes an der Wasseroberfläche geschlafen hat. Somit haben wir dann keinen zweiten Wal abtauchen gesehen. Nach diesem tollen und einzigartigen Erlebnis ging es dann nach zwei Stunden auf dem Meer zurück nach Kaikoura. Bei Kaikoura sind wir dann noch ein wenig auf dem Strand spaziert und haben ein paar Delfine beobachtet.

Am Abend sind wir wieder zurück zur Gore Bay gefahren und haben auf demselben Freecamping-Platz übernächtigt.