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Archive for Februar, 2007

[The Lakes District] Isla Grande de Chiloe

26. Februar 2007 03:31 - Sabine

19.02. bis 20.02.2007 – 188. bis 189.Tag:
Am nächsten Morgen haben wir uns extra bemüht früher aufzustehen und da wir noch etwa 100 Kilometer bis zur Isla Grande de Chiloe fahren mussten. Die Fährfahrt zur zweitgrössten Insel Südamerikas daürt etwa eine halbe Stunde und obwohl ständig Fähren an- und abfahren mussten wir wegen dem grossen Bedarf doch ein Weilchen warten. Die Überfahrt war sehr schön, denn wir haben sehr viele Seehunde gesehen, die scheinbar gerade ihr Mittagessen jagten. Teilweise waren es Gruppen von bis zu 10 Tieren, war echt interessant zu sehen.

Die erste grössere Stadt auf der Insel Chiloe ist Ancud, dort haben wir uns gleich mal eine Karte von Chiloe besorgt und uns versucht über die Pinguinkolonie auf der Insel zu informieren. Leider sprach nicht einmal das Personal der Touristoffice Englisch und so kamen wir nicht wirklich zu den gewünschten Infos. Nur ein Flyer verriet, dass zweimal täglich Bustouren zur Kolonie gehen. Wir sind also etwas im Ort herumgelaufen und Essen gegangen. Da uns der Ort gar nicht gefallen hat, wollten wir nicht noch mehr Zeit in diesem Ort verschwenden und auf eine Pinguintour warten. Wir sind also dann einfach nach Pingüinera Punihuil gefahren und haben versucht von dortaus eine Fahrt zu den Pinguinen zu machen. Und das war die beste Entscheidung, denn der Weg dorthin ist landschaftlich sehr schön und wir konnten einige Fotostopps machen. Die letzte Strecke war zwar nicht geteert, aber das schreckt uns überhaupt nicht mehr. Nur als die Strasse plötzlich direkt am Strand endete waren wir etwas überrascht, das hieß also wir mussten mit unseren Auto durch den kleinen Bach und über den Strand fahren. Gott sei Dank fuhr vor uns ein anderes ganz normales Auto und so ist Michael ohne Überlegen hinterher gefahren. Endlich ergab sich einmal die Gelegenheit am Strand zu fahren, darauf hat Michael eh schon sehr lange gewartet, denn in Australien und Neuseeland war es uns leider nie wirklich möglich.

Die deutsche Organisation Fundacion Otway, die die Magellan- und Humboltpinguine in Punihuil beschützt, bietet kostengünstige Boatsfahrten zu den Kolonien an und man wird sehr gut über die Vögel informiert. Da wir die einzigen beiden Kunden waren, mussten wir noch etwas auf die Fahrt warten. Als dann aber immer noch nicht mehr Touristen da waren, sind sie auch für uns alleine raus gefahren. Wir bekamen wasserdichte Anglerhosen sowie eine Schwimmweste und schon ging es auf ein kleines Schlauchboat. Die Kolonie besteht nur aus zirka 300 Pinguinen, die sich auf drei kleinen Inseln in der Bucht angesiedelt haben. Die Nester bilden sie ganz oben am Felsen und man fragt sich echt wie diese kleinen flugunfähigen Vogel nur dahinauf kommen. Auf unserer Rundfahrt haben wir also mehrere Gruppen gesehen, sowie auch Rotfußkomorane und andere Vögel.

Kann sind das unsere Tour etwas kürzer als normal war, aber das hat uns nicht viel ausgemacht. Wir waren froh dass wir uns durch die eigene Anfahrt Zeit gespart haben und konnten so noch ohne Eile weiter nach Castro in die Hauptstadt der Insel Chiloe fahren. Gleich bei der Einfahrt in die Stadt haben wir eine Siedlung der für Castro typischen Palafitos (Fischerhäuser auf Stelzen) gesehen und die Stadt hatte sofort einen interessanten Eindruck auf uns. Die alten und bunten Häuser haben uns sofort gefallen und auch die Stadt war viel netter.

Nachdem wir uns eine Unterkunft gefunden hatten, sind wir also nochmals losgegangen und haben uns etwas umgesehen sowie uns Lebensmittel zum Kochen gekauft. Abends sind wir dann also in der Hostal Cordillera gesessen, haben Spaghetti gegessen und im netten Wohnzimmer etwas ferngesehen.

Am nächsten Morgen haben wir uns noch Castro etwas näher angesehen. Wir sind also etwas im Zentrum herumspaziert und haben uns die viel umschwärmte Holzkirche Iglesia San Francisco von Castro angeschaut. Die beiden Türme der Kirche sind sehr hoch und imposant, so dass man sie schon aus der Weite sehen kann in welche Richtung man gehen muss. Also wir die Kirche dann zum ersten Mal gesehen haben, waren wir etwas von ihrem Erscheinungsbild enttäuscht, denn auf Fotos war sie stets neu restauriert zu sehen und die hässliche Verkleidung mit Wellblech sieht man nur aus der Nähe. Bei uns war der Lack auch teilweise vom Wellblech abgeblättert, was die Kirche noch ärmlicher aussehen ließ. Trotzdem ist die Kirche sehr interessant, vor allem wenn man sich vorstellt wie sie früher ohne Verkleidung ausgesehen haben muss.

Als wir dann die Kirche betreten haben, kam die große Überraschung. Von innen wirkt die Kirche nämlich wirklich riesig und es ist kaum zu glauben, dass bis auf ein paar Nägel alles aus Holz ist. Selbst die Bilder und Altare sind alle komplett aus Holz, das ist echt imposant. Leider hat die Holzbauweise auch so ihre Nachteile, denn die meisten Kirchen auf Chiloe müssen stark gestützt werden, da ihre Wände sich mit der Zeit sehr neigen. In dieser Kirche war innen zwar nichts von den Stützen zu sehen, aber die Außenwände waren wirklich enorm schief.

Unser Walk führte uns weiter zu einer Siedlung von Palafitos, die wir aus der Entfernung betrachteten und beschlossen dann mit dem Auto näher heran zu fahren. Danach gingen wir zur Meerespromenade, wo wegen der Ebbe einige Schiffe besonders sicher parkten ;) Sah ganz lustig aus wenn die Schiffe so schief dastehen und auf die nächste Flut warten um wieder bewegt werden zu können. Nach einem netten Spaziergang mit schöner Sicht auf die bunten Häuser am Hügel ging es dann mit unserem Auto weiter auf der Panamerikana Richtung Süden. Übrigens endet die längste Strasse der Welt im Süden der Insel Chiloe.

Für die nächsten Stunden fuhren wir durch Dörfer auf der Suche nach Holzkirchen, für die die Insel Chiloe so berühmt ist. Es soll zirka 150 Holzkirchen auf der ganzen Insel geben, wovon 16 sogar als UNESCO World Heritage gelten. Wir haben uns also die Kirchen in den Orten Chonchi, Villupulli und Dalcahue angesehen.

Eigentlich wollten wir ja noch mit der Fähre auf die Insel Quinchao fahren, allerdings war es dann schon etwas spät. Wir entschieden uns also dafür schon in Richtung Fahre zum Festland aufzubrechen und die klare Sicht auf den Vulkan Osorno bei der Überfahrt hat uns für alle verpassten Holzkirchen entschädigt. Noch nie hatten wir so ein klares Wetter ohne jegliche Wolken, somit war das Panorama traumhaft und wir konnten ganze Gebirgsketten die kilometerweit weg liegen sehen.

Unser Ziel war es also so schnell wie möglich nach Puerto Varas zu kommen, um dort noch tolle Bilder am See knipsen zu können. Das Wetter hielt so lange durch und wir hatten eine wahnsinnig tolle Sicht auf den Vulkan Osorno sowie den Vulkan Calbuco. Endlich, unsere Geduld wurde belohnt!

Abends haben wir uns dann noch ein gutes Rindfleisch mit Kartoffelpüree gekocht und eine Flasche chilenischen Wein getrunken. Beim Essen haben wir in unserer gemütlichen Unterkunft Compass del Sur wieder einmal nette Leute zum Plaudern kennengelernt und so einen schönen Abend verbracht.

[The Lakes District] Pucon, Frutillar

03:10 - Sabine

18.02.2007 – 187.Tag:
Nach einem tiefen und erholsamen Schlaf haben wir langsam aus unseren Unterkunft ausgecheckt und uns dann noch etwas im Ort Pucon umgeschaut, da wir bei dem vollen Programm der letzten Tage noch garnicht richtig dazugekommen sind. Zuerst waren wir am dunklen Lavastrand am Lago Villarrica, trotz dem kühlen Wetter war dort richtige Strandstimmung. Die Leute haben Volleyball gespielt, die Kinder planschten im See und einige wenige sassen im Strandcafe. War echt ein schöner Strand.

Nach einem kurzen Spaziergang am Strand sind wir dann wieder ins Zentrum der Stadt gefahren, wo wir uns einen kleinen Markt mit Kunstgegenständen angeschaut haben. Eine der für hier typischen Hauben ist mir wegen ihrer schönen Farbe gleich ins Auge gestochen und die musste ich haben. Sonst sind wir dann nur noch etwas auf der Hauptstrasse herumgeschlendert und haben für euch ein paar Fotos von dem netten Örtchen Pucon gemacht. Ich muss sagen wir haben schon viele verschiedene Meinungen über Pucon gehört, aber uns hat es trotz sehr starkem Tourismus ausgesprochen gut gefallen. Das nette Ortsbild, die beeindruckenden Seen und Vulkane sowie die netten Leute, die wir getroffen haben, haben unseren Aufenthalt besonders schön gemacht.

Schweren Herzens sind wir dann etwa zu Mittag aufgebrochen und sind wieder in Richtung Süden gefahren. Um nicht an einem Nachmittag hunderte Kilometer fahren zu müssen, haben wir noch eine Nacht in Frutillar am Lago Llanquihue übernachtet. Das Suchen einer Unterkunft ist uns garnicht so leicht gefallen, da in unserm Reiseführer fast nichts erwähnt wurde und die Vermieter auch meistens kein Wort Englisch sprachen. Am Ende sind wir dann in einem alten Haus direkt an der See-Promenade gelandet, dass von mehreren Pensionisten geführt wurde. Überhaupt gab es in diesem Ort fast nur Pensionisten die die kleinen Shops führten und auch die Touristen in diesem Ort schienen etwas betagter zu sein. An jeder Ecke wurde Kuchen zum Verkauf angeboten sowie diverse Kunsthandwerke. Die Seepromenade war recht nett und die vielen alten teilweise auch germanischen Häuser geben dem Örtchen einen besonderen Flair.

Wir sind also etwas herumspaziert und hofften an der Promenade schöne Fotos vom gegenüberliegenden Vulkan Osorno machen zu können, leider war er wegen einer dichten Wolkenschicht garnicht zu sehen. Langsam wurden wir dann schon richtig hungrig, leider war es erst kurz nach 19 Uhr also viel zu früh zum Essen gehen. Wir haben es aber dann trotzdem gewagt und begaben uns in ein Lokal mit deutschen Gerichten (passend zu deutschen Geschichte der Stadt). Am Tisch neben uns wurde gerade noch Kuchen gegessen, wir bestellen trotzdem etwas Herzhaftes nämlich Bratwurst bzw. Scheinskarree mit Sauerkraut und Kartoffeln. Hat zwar nicht so gut wie zu Hause geschmeckt, aber war mal etwas anderes.

[The Lakes District] Villarrica Volcano

03:00 - Michael

17.02.2007 – 186.Tag:
Heute war der Tag gekommen, an dem wir den Villarrica Volcano in Angriff nahmen. Wir mussten schon um 05:45 aufstehen, da wir auch ein köstliches Frühstück im Cafe vom Southern Sky Chile um 06:30 zusätzlich bestellt haben. Wir haben Mike und Marion mit unserem Mietauto mitgenommen und sind losgefahren. Es gab köstliches selbstgemachtes Himbeerjoghurt, Schwarzbrot mit Schinken und Käse, ein Ei, frisch gepressten Orangensaft und ausreichend Tee oder Kaffee. Auch Helmi und Angi und weitere Teilnehmer gesellten sich zu dem Frühstück Nach dieser köstlichen Stärkung ging es dann um 07:00 in den ersten Stock, wo wir unsere Montur angezogen haben. Voll ausgerüstet mit Bergschuhen, Haube, Handschuhe, Jacke, Regenhose, Rucksack, Eispickel, Helm, Rutschhose und Steigeisen ging es dann los – das alles haben wir vom Veranstalter verliehen bekommen. Insgesamt waren wir dann 15 Teilnehmer und hatten drei chilenische Guides.

Mit zwei Minibussen ging es zum Ausgangspunkt für die Vulkanbesteigung. Auf diesem Parkplatz tummelten sich unzählige andere Gruppen. Leider war es viel zu windig und so war der Sessellift nicht in Betrieb. Der Wind pfiff so stark, dass uns richtig eiskalt geworden ist! Mit dem Sessellift hätten wir uns weitere 350 Höhenmeter erspart und das wäre doch ein schönes Stück gewesen. Naja, es blieb uns nichts anderes übrig, als die komplette Tour zu machen ohne Abkürzung :) Ich hätte nichts dagegen gehabt mir einige Höhenmeter zu ersparen und ich hätte sicherlich die CLP 5.000 für den Lift gezahlt. Als ich aber dann den 70 Jahre alten Lift ohne Sicherheitsbügel und Fußgestell gesehen habe, war ich dann doch froh den Weg zu Fuß zurückzulegen. Über das schwarz und rot gefärbte Vulkangeröll ging es am Lift entlang bergauf. Schritt für Schritt erklommen wir langsam die Bergstation und hatten eine eindrucksvolle Sicht auf den wolkenlosen und schneebedeckten Vulkan. Die Wolken hangen etwas unterhalb von uns im Tal und wir alle hofften, dass die Wolken auch dort bleiben. Das Panorama war schon von dieser Höhe beeindruckend und zwischen dem Geröll wuchs immer wieder ein Grasbusch. Am halben Weg zur Bergstation gab es dann auch schon eine notwendige Pause, denn durch die Anstrengung wurde uns ziemlich heiß und wir mussten uns etwas ausziehen. Unser Guide war wirklich klasse und hat auf das Tempo der Gruppe geachtet. Denn während wir bis zur Bergstation aufgestiegen sind, konnten wir andere Gruppen beobachten und haben gesehen, dass einige Tourguides viel zu schnell unterwegs waren und die Gruppe einige Schritte dahinter war.

Bei der Bergstation mussten wir dann unsere Schutzhelme anlegen und der Eispickel diente jetzt zum Abstützen und zur Sicherheit, falls wir abrutschen sollten. Nach einer Belehrung, wie man mit dem Eispickel umgeht ging es dann auf einem Trampelpfad im Schnee weiter bergauf. Zwischen den Steinbrocken hindurch erklommen wir Höhenmeter für Höhenmeter und die Anstrengung nahm auch kontinuierlich zu. Leider haben uns dann doch noch die Wolken eingeholt und wir mussten mit etwas verschlechterter Sicht weiter gehen. In den Wolken wurde es uns auch wieder ganz schön kalt und so mussten wir uns dann doch wieder die Jacken anziehen. Nach weiteren Höhenmetern kamen wir dann doch wieder aus dem Wolkenband heraus und hatten wieder einen tollen Blick auf den Vulkan. Der Anblick auf die unter uns liegenden Wolken und dem weißen Schnee war schon etwas Beeindruckendes. Es sah fast so aus, als wäre gerade eine Lawine abgegangen und hätte den ganzen Schnee aufgewirbelt und alles unter sich begraben.

Wir haben dann auch noch eine etwas längere Pause eingelegt (~ 30 Minuten) bevor dann das letzte Stück in Angriff genommen wurde. Wir haben zu unserer Tour auch noch ein kleines Lunchpaket bestellt, das wir dann eingenommen haben. Es gab zwei Müsliriegel, Schokolade, Nüsse, Schwarzbrot, eine Art Bergwurst, Obst und etwas zu trinken.

Das letzte Stück zum Krater war dann auch das steilste und somit das mühsamste. Jetzt sanken auch allmählich etwas unsere Kräfte, aber es war nicht mehr weit bis zum Ziel. Mit der Gruppendynamik fiel es uns auch viel leichter weiter zu gehen und nicht aufzugeben.

15 Höhenmeter vor dem Krater fiel legten wir eine Pause ein und unser Tourguide teilte uns mit, dass wir nicht weiter gehen können. Wegen dem großen Schwefelausstoß vom Vulkan war erst einmal Stopp und uns allen viel das Atmen etwas schwer – es kratzte sehr unangenehm im Hals und einige mussten Husten. Als wir diese Nachricht erhielten, konnten wir es nicht glauben und wir waren sehr enttäuscht. So kurz vor dem Ziel und nach fast fünf Stunden mühsamsten Aufstieges müssen wir kurz vor dem Erreichen des Kraters umkehren – das kann es doch nicht sein.

Nachdem der Wind etwas gedreht hat und doch ein paar Gruppen über eine andere Route den Krater erklommen, hat auch unser Tourguide das OK zum weiteren Aufstieg gegeben. Diejenigen die Fit genug waren und schnell das letzte Stück besteigen konnten, sollten es probieren. Fast die ganze Gruppe versuchte den weiteren Aufstieg. Wir stapften also weiter durch den Schnee Richtung Krater und haben es dann doch noch geschafft. Das Atmen fiel uns wirklich um einiges schwerer und es war echt unangenehm! Der Schwefel hat ganz schön an den Schleimhäuten gekratzt. Oben angekommen wurden wir von dem überwältigten Blick über die Wolken bis zum Volcano Lanin auf der argentinischen Seite belohnt. Für diesen Anblick hat sich die fünf-stündige Anstrengung gelohnt! Wir konnten auch unter uns einige Gletscherspalten erkennen und wir waren froh, dass wir nicht diesen Weg nehmen mussten :) Unser Tourguide hat jedem von uns für diesen problemlosen Aufstieg gratuliert. Wir wagten uns etwas näher zum Krater und versuchten die Luft so lange wie Möglich anzuhalten, um den Schwefel nicht einzuatmen. Leider war an diesem Tag der Lavapegel sehr niedrig und wir konnten das rote Magma nicht von unserem Standpunkt erkennen. Der Blick in den Krater war auch schon ein Erlebnis für sich. Trotzdem war es für uns ein tolles Gefühl einen aktiven Vulkan erklommen zu haben und noch die Chance gehabt zu haben bis ganz nach oben aufzusteigen!

Nach einigen Fotos mit tollem Hintergrund und über den Wolken mussten wir dann auch schon den Abstieg in Angriff nehmen. Jetzt begann auch der lustige Part der Tour. Wir legten unsere Rutschhosen an und rutschen den steilen Hang herunter. Das war ein wirklich toller Spaß und jedem hat es gefallen. Mithilfe des Eispickels mussten wir abbremsen, denn sonst wäre man viel zu schnell geworden. Einige stellten sich ziemlich patschet an, aber wir hatten damit keine Probleme und ließen uns mit großer Geschwindigkeit die Pisten herunter. Diese Rutschpartie hat mich sehr an unsere Winterurlaube erinnert, bei denen wir immer mit einer Tellerrodel die Skipisten herunter gerodelt sind ;) Das war herrlich der Abstieg wurde dadurch um einiges verkürzt und hat obendrein noch viel Spaß gemacht! Leider verging der Spaß viel zu schnell und das letzte Stück mussten wir dann doch noch zu Fuß gehen. Über Lavageröll ging es dann Bergabwärts bis zum Bus. Erschöpft sind wir dann KO zum Cafe zurück geführt worden, wo ich mir dann wieder zwei Stück Sachertorte gegönnt habe. Nach so einem anstrengenden Tag, hatte ich mir das auch verdient :)

Wir mussten uns dann auch von Mike, Marion, Helmi und Angi verabschieden und unsere Wege teilten sich.

Wir zwei haben dann noch den Nachmittag und Abend im Hostel genossen und sind nur noch faul herumgelegen und haben unsere Kräfte wieder gesammelt.
Dieses Abenteuer war wirklich ein großes Highlight auf unserer Reise, denn mit so was haben wir nicht gerechnet (einige Familienmitglieder und Freunde auch nicht). Wir beide waren von uns selbst überrascht, dass wir das durchgezogen und auch überstanden haben.

Wir können auch wärmsten den Veranstalter Southern Sky Chile empfehlen. Die Eigentümer Franz & Franziska sind wirklich nett und führen das Business seit zwei Jahren. Das Equipment ist in einem Top-Zustand und der Preis liegt auch unter allen anderen Anbietern. Wir beide haben für die Tour CLP 35.000 bezahlt und zusätzlich noch CLP 3.000 für das Frühstück und weitere CLP 3.000 für das Lunchpaket.